Dominik Gasser: Schweizerische Zivilprozessordnung

Kategorie: Rechtswissenschaft


Am 1. Januar 2011 soll die Schweizerische Zivilprozessordnung in Kraft treten. Sie löst die geltenden 26 kantonalen Zivilprozessordnungen ab. Für Wissenschaft und Praxis ist die Bedeutung dieses neuen einheitlichen Regelwerks enorm. Es wird zwar kein juristisches Erdbeben auslösen, denn der Gesetzgeber war bemüht, am Bewährten festzuhalten – formal, terminologisch und inhaltlich. Aber die Schweizerische ZPO ist ein von Grund auf neues Gesetz, Unsicherheiten und Anlaufschwierigkeiten sind daher unvermeidlich. Dieser Kurzkommentar will eine erste Einstiegs- und Orientierungshilfe sein. In der gebotenen Knappheit stellt er die neue Ordnung artikelweise vor – mit Verweisen insbesondere auf das SchKG und das Bundesgerichtsgesetz, die anzupassen waren. Insofern ist er auch Navigationshilfe. Zugleich versteht er sich als Notfallkoffer für die vielen Praktikerinnen und Praktiker aus Gerichten und Anwaltschaft, die sich nur mit begrenztem Aufwand auf das Inkrafttreten vorbereiten können. Sie finden darin das Allernötigste, um ab dem ersten Tag sicher mit der neuen Ordnung umzugehen. Auch für fortgeschrittene Studierende – namentlich für jene, die ein Anwaltspraktikum absolvieren – wird er von Nutzen sein. Bis auf wenige Zitate bundesgerichtlicher Entscheide verzichtet der Kurzkommentar auf den üblichen wissenschaftlichen Apparat, denn er will so ganz bewusst der Stunde Null der neuen Prozessrechtsepoche Rechnung tragen: die Schweizerische ZPO – ein noch unbeschriebenes Blatt. Doch ist er gleichsam eine authentische Interpretation des neuen Gesetzes, denn die Autoren waren bei seiner Entstehung dabei und haben daran massgeblich mitgewirkt: Dominik Gasser (heute als Rechtsanwalt tätig) als Mitglied der Expertenkommission und Leiter des Projektes im Bundesamt für Justiz, Brigitte Rickli als wissenschaftliche Mitarbeiterin. Beide haben auch die parlamentarischen Beratungen begleitet.


Richtpreis: SFr. 115.00